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  • Rainer Proksch

Wie gehe ich bei einem eingehendem Claim vor?

Eine eingehende Forderung muß aus unterschiedlichen Blickwinkeln und von verschiedenen Personen betrachtet werden, um die beste Gegenstrategie zu entwickeln.



Mein Kunde hat einen Nachtrag über Mehrarbeit , längere Laufzeit, Pönalen, verursachte Mehrkosten etc. erhalten. Es haben sich im Unternehmen bereits Meinungen darüber gebildet, die je nach Personengruppe sehr unterschiedlich sein können. Die ehemaligen Projektbeteiligten werden es anders sehen als die nur am Rande beteiligten Dritten.


Wenn ich nun als erfahrener Dritter einen solchen Auftrag zu einer Claimbearbeitung bekomme, versuche ich zunächst eine grobe Übersicht aus der Dokumentation und aus Gesprächen zu bekommen nach folgenden drei grundsätzlichen Gesichtspunkten einzuordnen:


1. Gibt es bereits Gegenargumente gegen die Behauptungen?

2. Gibt es Gegenpotential um gegenrechnen zu können?

3. Wie sind die formalen vertraglichen Bedingungen dazu?


Bei den Befragungen und der Suche in der Dokumentation versuche ich bereits mit Argumenten aus der Claimforderungen die Belastungsfähigkeit zu testen und einzuschätzen. Dazu agiere ich mit mit unterschiedlichen "Brillen". Ich habe ein ganzes Repertoire an Brillen und mit jedem neuen Auftrag kommt eine weitere hinzu.


Meist ist dies der erste Meilenstein in meiner Beauftragung, dass das vorhandene Wissen im Unternehmen zusammengetragen wird und als erste Zusammenfassung präsentiert werden kann.




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